
Chantal San Miguel
Einen Grossteil meines Lebens habe ich Wege gefunden, weiterzumachen.
Mich anzupassen, zu kompensieren und zu funktionieren, in der Schule, in Beziehungen und schliesslich in einer anspruchsvollen Karriere in der Luxusgüterbranche und in leitenden Projektmanagement-Rollen.
Ich war gut darin. Aber es hat mehr gekostet als es sollte.
Die Bewältigungsstrategien, auf die ich mich jahrelang verlassen hatte, begannen unter dem Gewicht des Mutter-Seins zu brechen. Ein Geburtstrauma und eine schwierige Erholung, körperlich wie psychisch, haben mich verletzlich gemacht.
Für ein Neugeborenes zu sorgen und gleichzeitig dem immensen Druck dieser neuen Rolle gerecht zu werden, zwang mich dazu, mich endlich mit den Herausforderungen auseinanderzusetzen, die ich jahrelang maskiert hatte.
Meine Diagnose gab mir Sprache. Zum ersten Mal ergaben meine Schwierigkeiten einen Sinn, nicht als persönliches Versagen, sondern als Erfahrungen, die ich endlich benennen und verstehen konnte.
Ich war schon immer neugierig auf das Warum hinter menschlichem Verhalten, warum manche Menschen unsichtbares Gewicht durch Situationen tragen, die andere mühelos meistern. Diese Neugier führte mich in die Forschung, in die Zusammenarbeit mit Psychologinnen und schliesslich in die Ausbildung zur zertifizierten Neurodiversitäts-Coachin und Mentorin nach ICF-Richtlinien.

Mein Hintergrund in der Luxusgüterbranche und im Projektmanagement gab mir aus erster Hand Einblick in das, was professionelles Maskieren kostet. Besonders für Frauen, die in anspruchsvollen Umgebungen arbeiten und gleichzeitig alles andere stemmen.
Heute arbeite ich mit neurodivergenten Frauen, Müttern und Berufstätigen, die sich selbst besser verstehen und Wege finden möchten, zu leben und zu arbeiten, die sich wirklich richtig anfühlen. Ich arbeite auch mit Organisationen, die Umgebungen schaffen möchten, in denen unterschiedliche Denkweisen wirklich aufblühen können. Durch mein Engagement beim Neurodiversity Support Network Switzerland trage ich auch auf systemischer Ebene zu dieser Arbeit bei, denn nachhaltiger Wandel geschieht auch jenseits individueller Coaching-Beziehungen.
Ich arbeite in vier Sprachen, Schweizerdeutsch, Deutsch, Englisch und Französisch, weil das die Realität der Welt ist, in der ich lebe und arbeite.
Wenn du dich gesehen fühlst, freue ich mich von dir zu hören.





